Der Graf von Burg Landeck wollte seine Tochter verheiraten. Er hatte für sie einen jungen Grafen auserwählt. Das Herz der Tochter gehörte jedoch einem jungen, kräftigen und gesunden Jägersmann. Alles Wehklagen und Bitten nutzte nichts. Der Vater blieb bei seiner Entscheidung und die Vermählung wurde vollzogen.
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Mitten im Ort Dahn ragt ein Felssporn steil in die Höhe: der Jungfernsprung.Es begab sich vor vielen Jahren, dass eine junge Schäferin von einem Jäger verfolgt wurde. Einige Quellen bekunden, das es sich dabei um Ritter Hans Trapp von der Burg Berwartstein handelte. Voller Panik rannte die Jungfrau auf den Felsen zu und wusste dort keinen anderen Ausweg, als sich in die Tiefe zu stürzen um den Unhold zu entkommen. Gott verlieh der Gehetzten Schutz und so verletzte sie sich nur am kleinen Finger. Dort wo sie aber niederfiel entsprang augenblicklich eine Quelle. Eine andere Quelle berichtet von einer verurteilten Jungfrau, welche man die Wahl ließ zwischen dem Tode oder dem Sprung vom Felsen. Sie wählte letzteres und verletzte sich nur am Zeh. Auch bei ihr entsprang eine Quelle an der Stelle ihres Aufschlags.
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Der Trifels war einst eine stolze und weit bekannte Burg.Kaiser Barbarossa kehrt heute noch bei Nacht und Nebel auf seine Lieblingsburg zurück. Deshalb muss immer ein Bett gerichtet sein. Es hängt an vier Ketten in einem geheimen Gewölbe der Festung. In den wenigen Stunden seines Aufenthalt erstrahlt die Burg im alten Glanz. Edle Ritter, erlauchte Damen, Pagen, Knappen, sie sorgen für das Ross des Kaisers und huldigen Barbarossa wie eh und je. Aus der Kapelle mit den Reichskleinodien erstrahlt das ewige Licht, und der Kaiser erfreut sich seiner einstigen, versunkenen Pracht wie in einem Traum.Wenn er im Morgengrauen die Burg wieder verlässt, sinkt sie in sich zusammen - solange bis er wieder zurückkehrt.
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Teuflischer Raubritter von Neudahn
Einst hauste auf der Burg Neudahn der Raubritter Stophes. Ein ausgekochtes Schlitzohr, der alle Tricks und Schliche kannte. Seinem Pferd nagelte er die Hufen verkehrt herum auf und wickelte manchmal auch Lumpen um die Hufen. Keiner wagte jedoch Verrat an ihm.
In den Kellergewölben der Burg saßen die Gefangenen, für die der Stophes Lösegeld einforderte. Wurden sie nicht eingelöst, ließ er sie verhungern.
Die Raubzüge des Stophes gingen nicht immer ohne Schwierigkeiten vonstatten. Trotzdem stieß ihm nichts zu. So sagte man, er sei hieb- und stichfest. Manche behaupteten sogar, er sei ein Wechselbalg und stände mit dem Teufel im Bunde.
Die Speyerer wollten dem üblen Treiben ein Ende setzen und zogen gegen die Burg. Da ihre Feldschlangen so gewaltig waren, konnten sie den Stophes gefangen nehmen und er wurde mit seinen Getreuen auf dem Marktplatz von Speyer enthauptet. In den Kellerverliesen der Burg fand man die Knochen der unglücklichen Gefangenen.
Heute noch hört man aus der Erde des Kellers das Seufzen und Röcheln der Sterbenden.