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Die Unheimlichen vom Ungeheuersee

UngeheuerseeDer Ungeheuersee bei Weisenheim am Berg war einst ein grausiger Platz. Keiner ging gerne dorthin. Nicht nur, weil er damals ungepflegt und sumpfig war, sondern auch weil man wusste, das sich dort bei Mitternacht alle Waldgeister trafen. Bedauernswerte Seele, die zur späten Stunde noch dort vorbei wanderte - die Waldgeister griffen nach ihm und gaben ihn nimmer frei.

Auch die Waldfrau trieb dort ihr Unwesen. Kinder, die sich beim Spielen zu weit auf das sumpfige Gebiet trauten, zog sie erbarmungslos in die Tiefe und wies ihnen einen Platz in ihrem unterirdischen Zauberschloss an.

Der Ungeheuersee lieferte auch das Hintergrundbild auf der Eingangsseite.

Wie Neuleiningen entstand

Neuleiningen

Der Teufel wollte eine ganze Stadt in der Pfalz stehlen. Niemand weiß, welche es war. Er stopfte sie in einen Sack und brauste ab zur Hölle.

Unterwegs dorthin streifte der Sack den Hohen Bühl und bekam einen Riss. Die Häuser kullerten heraus und dort wo sie landeten entstand Carlsberg. Der Sack wurde dadurch leichter und der Teufel, der in Eile war, wurde darüber so erbost, dass er die restlichen Häuser auch ausschüttete. Böse Menschen wollen genau wissen, dass dies Neuleiningen wurde.

Altleiningen

 

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Eine Sage die immer wieder erwähnt wird berichtet davon, dass die ehemalige Burg exakt soviel Fenster wie das Jahr Tage hat.

Der Nebenbuhler

AltleiningenDie hübsche Tochter des Leininger wurde von zwei Freiern umbuhlt. Der eine war ein Randecker Junker, der andere war der Graf Egmont. Da sie dem Grafen mehr zugeneigt war, sann der Junker auf Rache. So machte er einen teuflischen Plan. In der Nähe des Schlosses lag eine Sägemühle. Dorthin ging er und brachte durch einen Beutel Geld den Müller auf seine Seite. So legte der Müller frühmorgens eine angesägte Diele über den Bach an seiner Mühle.

Wenig später kam eine Gruppe junger Menschen zum Bach: Der Graf, Jolantha seine Verlobte, Ida deren Freundin und der rachsüchtige Junker. Durch letzteren ermuntert wollte man die Mühle besichtigen. Jolantha sollte als erste die Brücke überqueren. Aber vornehme Schüchternheit hielt sie zurück und so schritt Ida vorneweg. Nach einigen Schritten jedoch krachte die präparierte Diele entzwei und die unglückliche Jungfrau  sank in die Fluten des wirbelnden Baches. Das Ende jedoch brachte das Mühlrad, welches die Knochen der Jungfrau brach. Als der leblose Körper wieder auftauchte, sah der Junker seinen Rachefeldzug gescheitert rot und griff nach Jolantha, um sie ebenfalls in den Bach zu schmeißen. Glücklicherweise reagierte Egmont aber blitzschnell und warf ihn auf den Boden, wo er ihn festhielt, bis Knechte des Schlosses kamen und ihn fesselten.

Am selben Abend noch wurde der Junker im Schlosshof enthauptet. Der Müller hingegen landete im Kerker. Als Egmont und Jolantha heirateten, wurde er aber als Begnadigter auf deren Bitte frühzeitig entlassen, jedoch verbannt.

Der Junker soll heute noch nächtens von Randegg den Berg hinunter zur Sägemühle als Geist schleichen, wo er die Bewohner der Umgebung ängstigt.

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Sagen und Legenden aus der Pfalz
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